riciclo alluminio e sostenibilità

Aluminiumrecycling und Nachhaltigkeit: Neue Handelsmaßnahmen für Schrott erforderlich

Die gesamte europäische Aluminium-Wertschöpfungskette begrüßte die jüngste gezielte Konsultation der Europäischen Kommission zu möglichen Handelsmaßnahmen, um eine ausreichende Verfügbarkeit von Aluminiumschrott auf dem EU-Markt sicherzustellen. Sowohl der Aktionsplan Stahl und Metalle vom März 2025 als auch die in RESourceEU enthaltenen Maßnahmen erkennen die strategische Bedeutung von Aluminiumschrott für die Erreichung der Dekarbonisierungsziele und die Ermöglichung einer wirklich effektiven Kreislaufwirtschaft an.

Der Übergang des Leichtmetallsektors zur Klimaneutralität hängt entscheidend von einem verstärkten Einsatz von recyceltem Aluminium ab, insbesondere da die Sekundärproduktion bis zu 95 % weniger CO₂-Emissionen verursacht als die Primärproduktion. Aluminiumrecycling für mehr Nachhaltigkeit ist daher unerlässlich, um sowohl die von der EU bereits festgelegten Umweltziele zu erreichen als auch echte strategische Autonomie zu erlangen.

Die Sicherstellung des Zugangs zu ausreichenden Mengen an Aluminiumschrott zu wettbewerbsfähigen Preisen innerhalb der Union ist eine wesentliche Voraussetzung für den Aufbau einer wirklich widerstandsfähigen und emissionsarmen Wertschöpfungskette für Leichtmetalle.

Marktentwicklungen und kritische Fragen für die Kreislaufwirtschaft in Gießereien

Die vom Import- und Exportüberwachungssystem der Europäischen Kommission erfassten Daten bestätigen das hohe Niveau der Aluminiumschrottexporte in Drittländer. Im Jahr 2024 erreichten die Exporte rund 1,2 Millionen Tonnen – ein Anstieg von 66 % gegenüber 2014 – und die Zahlen des Vorjahres bestätigen diesen Trend. Etwa 80 % des Aluminiumschrotts aus der EU gehen nach Asien, insbesondere nach Indien, China, Thailand und Pakistan.

Gleichzeitig haben Branchenanalysten den deutlichen Anstieg der Aluminiumschrottpreise festgestellt. Dieser Faktor führt zu zunehmenden Spannungen auf dem EU-Markt und beeinträchtigt sowohl die Verfügbarkeit als auch die Bezahlbarkeit von Schrott für Recyclingunternehmen und nachgelagerte Abnehmer. Die US-Zölle haben den Markt zusätzlich unter Druck gesetzt, ebenso wie das Inkrafttreten des CBAM, das die Nachfrage nach Schrott aus Drittländern steigern wird, die ihre heimische Produktion dekarbonisieren wollen.

Es ist offensichtlich, dass die starke Nachfrage aus Drittländern mit niedrigeren Betriebs- und Umweltstandards, verbunden mit staatlichen Subventionen für Unternehmen der Branche und zunehmenden Preis- und Handelsverzerrungen, die Gefahr birgt, dass wertvolle Sekundärrohstoffe gerade in Zeiten rasant steigender Inlandsnachfrage außer Landes gelangen. Diese Dynamik untergräbt die Kreislaufwirtschaft in Gießereien und die gesamte europäische Leichtmetall-Lieferkette.

Gezielte EU-Maßnahmen erforderlich, um die Metallindustrie zu dekarbonisieren

In einem integrierten Binnenmarkt wären unkoordinierte nationale Ansätze ineffektiv und könnten innerhalb der Union zu Marktverzerrungen führen. Daher ist Handeln auf EU-Ebene die einzig praktikable Alternative. Die Sicherstellung einer ausreichenden Verfügbarkeit von Aluminiumschrott in der EU ist unerlässlich für die eingeleiteten Großinitiativen, darunter das „Fit für 55“-Paket, der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, der CBAM und das Gesetz über kritische Rohstoffe.

Ohne ausreichenden Zugang zu Schrott werden europäische Produzenten immer wieder mit höheren Kosten, geringerer Wettbewerbsfähigkeit und einer langsameren Dekarbonisierung der metallurgischen Industrie konfrontiert sein, was die industriepolitischen und umweltpolitischen Ziele der EU gefährdet.

In diesem Kontext ist ein Markteingriff durch eine Handelspolitik, die Verzerrungen aufgrund unfairer Praktiken und Politiken von Drittländern beheben kann, gerechtfertigt, notwendig und nützlich, um ein kritisches Defizit für Europas grünen und industriellen Wandel zu verhindern.

Ein korrekter politischer Ansatz: die Ausfuhrabgabe

Die europäische Aluminiumindustrie ist der Ansicht, dass die Kommission nun preisbasierte Handelsmaßnahmen priorisieren sollte, um die eigentliche Ursache des Marktungleichgewichts anzugehen, das durch die zunehmende Preisarbitrage zwischen EU- und Drittlandmärkten entsteht und zu übermäßigen Schrottexporten führt.

Die wünschenswerteste Option ist die Einführung eines globalen Ausfuhrzolls auf Aluminiumschrott (CN 7602). Dies ist die beste Lösung, um einen fairen und funktionsfähigen Schrottmarkt zu gewährleisten. Verschiedene Marktanalysen legen nahe, dass eine Ausfuhrsteuer von mindestens 30 % erforderlich ist, um gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Aluminiumrecyclingindustrie in der EU wiederherzustellen.

Eine Ausfuhrabgabe auf Schrott ist aus folgenden Gründen das verhältnismäßigste, flexibelste und rechtlich solideste Instrument, das der Europäischen Kommission zur Verfügung steht:

  • Wirksamkeit: Sie müssen sich direkt an die Schiedsgerichtsbarkeit wenden, um einen Anreiz für den Einsatz in ganz Europa zu schaffen, ohne den gesamten Sport zu betreiben. Daten über die weltweite Stärke, der Export von Aluminiumlegierungen, aber auch Bände, die mit den industriellen Zielen der EU kompatibel sind.
  • Rechtssicherheit: Ausfuhrzölle sind nach WTO-Recht ausdrücklich zulässig und werden durch Artikel XI des GATT nicht verboten. Die Europäische Union hat keine WTO-Verpflichtungen eingegangen, die ihre Möglichkeit zur Erhebung von Ausfuhrzöllen auf Aluminiumschrott einschränken, wodurch diese Option vollständig mit dem WTO-Recht vereinbar ist.
  • Verhältnismäßigkeit: Im Gegensatz zu mengenmäßigen Beschränkungen legt eine Ausfuhrsteuer keine starren Mengengrenzen fest und ermöglicht es den Marktteilnehmern, sich dynamisch an veränderte Bedingungen anzupassen.
  • Administrative Einfachheit: Da ein Zolltarif erst bei der Ausfuhr angewendet wird, ist er einfach zu verwalten und zu überwachen, da er auf bestehenden Zollsystemen basiert.
  • Politische Kohärenz: Durch die Regulierung von Schrottexporten anstatt durch ein Verbot steht diese Maßnahme im Einklang mit den EU-Zielen in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Umwelt und strategische Autonomie und sichert gleichzeitig laufende und geplante Investitionen in die Recyclingkapazitäten der Union.

Es ist wichtig zu betonen, dass die prognostizierte Situation nicht zu einem Schrottüberschuss innerhalb der EU führen würde. Die weltweite Nachfrage übersteigt strukturell das Angebot, und Abnehmer in Drittländern würden weiterhin einen Teil unserer Produktion abnehmen, allerdings zu Preisen, die den strategischen Wert dieser Ressource für Europas Dekarbonisierungskurs widerspiegeln.

Monatliche Tarifkontingente als alternative Option

Sollte die Kommission eine Ausfuhrabgabe zum jetzigen Zeitpunkt als nicht anwendbar erachten, wären Zollkontingente eine wünschenswerte Alternative. Diese bieten zwar ein gewisses Maß an Planbarkeit, sind aber naturgemäß starrer und administrativ komplexer als Ausfuhrabgaben und bergen das Risiko künstlicher Verknappung, wenn sie nicht sorgfältig kalibriert werden. Daher sollten sie nur als Übergangslösung in Betracht gezogen werden.

Insbesondere sollte die Einführung eines Zollkontingentsystems erfolgen:

  • Umfasst alle Arten von Aluminiumschrott und soll weltweit gelten, um Umgehungsrisiken zu vermeiden.
  • Wird universell angewendet, um Handelsumlenkungen zwischen Bestimmungsorten zu verhindern, und monatlich, um Exportströme zu erleichtern und Vorverlagerungen zu vermeiden.
  • Wird anhand der EU-Exporte vor 2018 festgelegt, d. h. vor den durch Drittländer verursachten strukturellen Marktverzerrungen.
  • Wir sind als zweistufiges Zollkontingentsystem konzipiert, bestehend aus einem Zoll innerhalb und einem Zoll außerhalb des Kontingents.
  • Die Übertragung nicht genutzter Kontingente in den Folgemonat ist ausgeschlossen, da dies die Stabilisierung der inländischen Verfügbarkeit gefährden würde.
  • Wir sind befristet und werden regelmäßig überprüft, um unsere Wirksamkeit zu bewerten und die beabsichtigte Funktionsweise im Laufe der Zeit sicherzustellen. Wir passen das System an die Marktentwicklung an.

 

Schlussfolgerungen: Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen für die europäische Kreislaufwirtschaft

Die aktuellen Marktentwicklungen verdeutlichen die Notwendigkeit gezielter EU-Maßnahmen, um die Verfügbarkeit von Aluminiumschrott zu wettbewerbsfähigen Preisen für die europäische Industrie sicherzustellen.

Die Kommission sollte einer Ausfuhrabgabe auf Schrott als wirksamste und verhältnismäßigste Maßnahme Priorität einräumen und gleichzeitig streng festgelegte monatliche Zollkontingente als Notfalloption beibehalten. Diese Lösung ist am besten geeignet, gleiche Wettbewerbsbedingungen für die EU-Aluminiumrecyclingindustrie wiederherzustellen, den Handelsfluss aufrechtzuerhalten und internationale Verpflichtungen zu erfüllen.

Il riciclo dell'alluminio e la sostenibilità dell'intera filiera europea dipendono da un accesso garantito alla materia prima secondaria, elemento fondamentale per l'economia circolare in fonderia e per il successo della decarbonizzazione dell'industria metallurgica continentale

Das Aluminiumrecycling und die Nachhaltigkeit der gesamten europäischen Lieferkette hängen von einem garantierten Zugang zu Sekundärrohstoffen ab – ein Schlüsselelement für die Kreislaufwirtschaft in Gießereien und für die erfolgreiche Dekarbonisierung der kontinentalen Metallindustrie.

 

Quelle: A&L Aluminium Alloys Pressure Diecasting Foundry Techniques